Vorgeschichte

Ich, Hartwig, kam im April 2012 zum ersten Mal nach Tunesien und lernte, Land und Leute zu mögen (nicht jeden Landstrich, nicht jede Person, aber im Wesentlichen).

Aus privaten Gründen war ich Anfang des Jahres 2013 erstmals in Ouled Mfeda, einem Dorf mit verstreuten Einfachbehausungen im Nordwesten zwischen Fernana und der algerischen Grenze. Ein Brunnen für alle, für die meisten über zerklüftete Pisten erst nach mehreren Kilometern erreichbar. Begleitet hat mich Neji als Übersetzer. Eine schöne Landschaft, ein wenig der Auvergne ähnelnd, aber mit kargen Böden und geprägt von großer Armut. Vom tunesischen Staat und somit natürlich vom Rest der Welt einfach vergessen! Dieser Eindruck hat sich bei späteren Besuchen verstärkt. Als Kenner Südostenasiens: vergleichbar etwa Myanmar oder den dörflichen Gegenden Laos’ oder Kambodschas.

Mir wurde klar, dass die Menschen nur durch Zuwendung von außen eine Chance haben können, zumindest ein wenig mehr an bescheidenster Verbesserung der Lebensgrundlage zu erreichen. Ich entschloss mich, aus eigenen Mitteln Hilfe zu geben. Und ich wusste, dass es nicht damit getan ist, Geld auf den Tisch zu legen: die Leute würden nicht damit umgehen können.
Ouled Mfedda Tunesien - der Kleine freut sich über den wohl ersten Europäer, den er sieht

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